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Zuwachs im Schulwald: Baum des Jahres 2026 gepflanzt (17.03.2026)

Ein High­light unse­res Schul­wal­des ist das Areal für die „Bäume des Jah­res“.  

Vor Kur­zem haben die Mit­glie­der der Natur­schutz-AG diese Samm­lung um ein neues Exem­plar ergänzt: Die Zit­ter­pap­pel (Popu­lus tremula) wurde offi­zi­ell als Baum des Jah­res 2026 gepflanzt.  

Die auch als Espe oder Aspe bekannte Baum­art ist ein wah­rer Über­le­bens­künst­ler. Als Pio­nier­baum­art besie­delt sie als eine der Ers­ten neue Flä­chen, etwa nach Stür­men oder Brän­den, und berei­tet so den Boden für nach­fol­gende Pflan­zen vor. Ihr mar­kan­tes­tes Merk­mal gab ihr den Namen: das sprich­wört­li­che „Zit­tern“. Ver­ant­wort­lich dafür sind die lan­gen, seit­lich abge­flach­ten Blatt­stiele, die die run­den Blät­ter schon bei der kleins­ten Brise tan­zen und leise rau­schen las­sen. 

Öko­lo­gisch ist die Zit­ter­pap­pel ein ech­ter Gewinn für das Bio­top im Schul­wald. Sie dient als Lebens­raum für über 60 Schmet­ter­lings­ar­ten und bie­tet zahl­rei­chen Vögeln Nah­rung und Schutz. Spechte nut­zen das wei­che Holz gerne für ihre Brut­höh­len. Zudem gilt die Zit­ter­pap­pel als beson­ders robust und anpas­sungs­fä­hig gegen­über den Her­aus­for­de­run­gen des Kli­ma­wan­dels. 

Mit die­ser Neu­pflan­zung führt die Real­schule Bad Bent­heim die Tra­di­tion der lücken­lo­sen Baum-Chro­nik fort und macht öko­lo­gi­sche Zusam­men­hänge für unsere Schul­ge­mein­schaft direkt vor Ort erleb­bar.  

Per­so­nen auf Foto von links: Erik Gil­li­ardt, Marco Grün­de­mann, Ilse Schmidt, Julia Reis 

Nachhaltiger Rückenwind für den Naturschutz: Naturschutz-AG der Realschule Bad Bentheim freut sich über E‑Bike-Spende 

Die Wege zum akti­ven Natur­schutz sind an der Real­schule Bad Bent­heim nun ein Stück leich­ter gewor­den. Jens Nyhoe­gen, Inha­ber des ört­li­chen Zwei­rad­han­dels Nyhoe­gen, hat der Natur­schutz-AG der Schule ein E‑Bike über­ge­ben, um die Arbeit im weit­läu­fi­gen Akti­ons­raum der Arbeits­ge­mein­schaft tat­kräf­tig zu unter­stüt­zen. 

Die­ser Akti­ons­ra­dius erstreckt sich über das gesamte Stadt­ge­biet und dar­über hin­aus: Von der Pflege des eige­nen Schul­ge­län­des über den alten Stein­bruch in Gil­de­haus und die Betreu­ung von „Schlü­ters Kuhle“ bis hin zu Ein­sät­zen im Schloss­park sowie am Wald-Erleb­nis­pfad im Bent­hei­mer Forst reicht das Enga­ge­ment der jun­gen Natur­schüt­zer. Das Herz­stück der Arbeit bil­det dabei der rund 1,5 Hektar große Schul­wald in Quen­dorf, der als zen­tra­les Lern- und Pro­jekt­areal dient und seit 2014 von der Schul­ge­mein­schaft gehegt wird. 

Das neue E‑Bike stellt dabei eine wesent­li­che Erleich­te­rung für die Beglei­tung der Schü­ler­grup­pen dar. Ins­be­son­dere für Lehr­kräfte, die nicht direkt in Bad Bent­heim ansäs­sig sind, war die Orga­ni­sa­tion der Fahr­ten zu den ver­schie­de­nen Ein­satz­or­ten bis­her oft eine Her­aus­for­de­rung. Da das Rad nun fest in der Schule sta­tio­niert ist, steht es jeder­zeit bereit und ermög­licht es dem Leh­rer­team, die Schü­le­rin­nen und Schü­ler deut­lich ein­fa­cher und auch spon­ta­ner zu beglei­ten. 

Durch die gewon­nene Zeit und die unkom­pli­zierte Logis­tik kön­nen die ver­schie­de­nen Bio­tope und Sta­tio­nen nun noch häu­fi­ger als bis­her besucht wer­den, was den Kern­zie­len der AG ent­spricht, die Kin­der nach­hal­tig für die Natur zu sen­si­bi­li­sie­ren. Dank der ver­bes­ser­ten Mobi­li­tät kann die Gruppe nun mehr Zeit direkt vor Ort ver­brin­gen, um die Natur nicht nur zu pfle­gen, son­dern sie auch genau zu beob­ach­ten und unmit­tel­bar von ihr zu ler­nen. 

Ganz im Sinne der Phi­lo­so­phie der Natur­schutz-AG wurde kein neues Modell, son­dern ein hoch­wer­ti­ges gebrauch­tes Rad über­ge­ben, was den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit Res­sour­cen unter­streicht, den die AG ihren Mit­glie­dern seit Jahr­zehn­ten ver­mit­telt. Jens Nyhoe­gen betonte bei der Über­gabe, wie wich­tig ihm die Unter­stüt­zung des loka­len Enga­ge­ments sei und dass er gerne dazu bei­trage, die Wege zum Natur­schutz nach­hal­tig und effi­zi­ent zu gestal­ten. 

Für die AG-Lei­ter Wolf­gang Höt­zel und Wal­ter Oppel ist die Spende ein wei­te­res Zei­chen der Wert­schät­zung für die Arbeit der Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die sich bereits seit 1982 lei­den­schaft­lich für den Erhalt der Natur in und rund um Bad Bent­heim ein­set­zen. 

Naturschutz-AG räumt auf: Biotoppflege in Schlüters Kuhle und im Alten Steinbruch (13.01.2026)

Wie in jedem Jahr im Januar hat sich die Natur­schutz-AG der Real­schule Bad Bent­heim aktiv für den Erhalt „ihrer“ Bio­tope ein­ge­setzt. Unter der Lei­tung von Wolf­gang Höt­zel und Wal­ter Oppel stan­den in Schlü­ters Kuhle sowie im Alten Stein­bruch in Gil­de­haus wich­tige Pfle­ge­ar­bei­ten an – mit einem kla­ren Schwer­punkt: Müll sam­meln und Lebens­räume schüt­zen. 

 

Erschre­ckend viel Müll in Schlü­ters Kuhle 

Beson­ders in Schlü­ters Kuhle fan­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler erneut zahl­rei­che Abfälle, die acht­los in der Natur ent­sorgt wor­den waren. Neben Fahr­rad­rei­fen, alten Gar­ten­stüh­len und vie­len Glas­scher­ben ent­deckte die Gruppe sogar Haus­müll in den bewach­se­nen Berei­chen. Die AG zeigte sich ent­täuscht über das Aus­maß der Ver­schmut­zung und den respekt­lo­sen Umgang mit die­sem öko­lo­gisch wert­vol­len Lebens­raum. 

 

Nist­hil­fen gerei­nigt und repa­riert 

Neben der Müll­be­sei­ti­gung wur­den auch die von der AG betreu­ten Nist­käs­ten gerei­nigt und, wo nötig, repa­riert. So ste­hen sie in der kom­men­den Brut­sai­son wie­der vie­len Höh­len­brü­tern als sichere Nist­plätze zur Ver­fü­gung. Die regel­mä­ßige War­tung der Käs­ten ist ein wich­ti­ger Bestand­teil der lang­fris­ti­gen Bio­top­pflege durch die Natur­schutz-AG. 

 

Fle­der­maus­quar­tiere kon­trol­liert – Schä­den ent­deckt 

Im Rah­men der Aktion wur­den zudem die ange­leg­ten Fle­der­maus­quar­tiere in Schlü­ters Kuhle inspi­ziert. Dabei stell­ten die Teil­neh­men­den lei­der fest, dass meh­rere Fle­der­maus­käs­ten her­ab­ge­fal­len waren, weil an eini­gen Stel­len die stüt­zende Holz­kon­struk­tion des Gebäu­des teil­weise zusam­men­ge­bro­chen war. 

 

Danke an die Ser­vice­be­triebe der Stadt 

Der gesam­melte Müll wurde im Anschluss durch die Ser­vice­be­triebe der Stadt Bad Bent­heim fach­ge­recht ent­sorgt. Dafür bedankt sich die Natur­schutz-AG aus­drück­lich. 

Mit ihrem Ein­satz leis­ten unsere Schü­le­rin­nen und Schü­ler einen akti­ven Bei­trag zum Natur­schutz vor Ort – und set­zen ein star­kes Zei­chen für einen ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit unse­rer Umwelt. 

Zuwachs im Schulwald: Die Bäume der Jahre 2024 und 2025 sind gepflanzt! 

„Glo­bal den­ken, lokal han­deln“ – unter die­sem Motto enga­giert sich die Real­schule Bad Bent­heim bereits seit 2014 für ihren eige­nen, ca. 1,5 Hektar gro­ßen Schul­wald in Quen­dorf. Eine Beson­der­heit des Gelän­des ist das Areal für die „Bäume des Jah­res“, die dort seit 1989 in chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­folge wach­sen. Vor Kur­zem haben die Mit­glie­der der Natur­schutz-AG diese Samm­lung um gleich zwei neue Exem­plare ergänzt. 

Als Baum des Jah­res 2024 wurde die Echte Mehl­beere gepflanzt. Der Name die­ses Rosen­ge­wäch­ses erin­nert an frü­here Zei­ten, als man die gemah­le­nen Früchte dem Brot­teig bei­mischte. Heute bie­tet der Baum mit sei­nen wei­ßen Blü­ten im Früh­jahr Nek­tar für Bie­nen und Hum­meln, wäh­rend seine roten Früchte im Win­ter Vögeln als Nah­rung die­nen. 

Zusätz­lich fand die Rot­ei­che als Baum des Jah­res 2025 ihren Platz im Schul­wald. Diese aus Nord­ame­rika stam­mende Art gilt als beson­ders robust und kli­ma­re­sis­tent. Wäh­rend sich hei­mi­sche Eichen im Herbst eher gold­braun fär­ben, besticht die Rot­ei­che durch ein leuch­tend tief­ro­tes Blät­ter­dach. 

Kleingeld mit großer Wirkung: Pfandflaschen-Aktion für unseren Abschluss 

Wer durch die Foren unse­rer Schule läuft, hat sie sicher schon ent­deckt: Die neuen Sam­mel­be­häl­ter für Pfand­fla­schen. Aber wer steckt eigent­lich dahin­ter und was pas­siert mit dem Geld? Wir haben bei Romy und Ally aus dem 10. Jahr­gang nach­ge­fragt, die das Pro­jekt eigen­stän­dig auf die Beine gestellt haben. 

Die Idee: Social Media als Inspiration 

Alles begann mit einem Scroll durch die sozia­len Medien. Romy und Ally sahen Videos von ande­ren Schu­len, die Pfand­bo­xen für ihren Abschluss­ball nutz­ten. Da die bei­den – wie sie selbst sagen – „Ein­kau­fen und Geld aus­ge­ben lie­ben“, war die Moti­va­tion schnell gefun­den: Warum nicht das Ange­nehme mit dem Nütz­li­chen ver­bin­den? Ein schö­ner Abschluss ist teuer, und jeder Euro hilft, die Feier so unver­gess­lich wie mög­lich zu machen. 

Von der Geneh­mi­gung bis zum Auf­bau 

Ein sol­ches Pro­jekt schüt­telt man nicht ein­fach aus dem Ärmel. Zuerst muss­ten Romy und Ally die Schul­lei­tung über­zeu­gen. Über Frau Wil­son führte der Weg zu Frau Wip­king, die sofort begeis­tert war und grü­nes Licht gab. Die Behäl­ter wur­den von zu Hause mit dem Auto zur Schule trans­por­tiert und plat­ziert: 

  • Box 1: In Forum 1, direkt neben der Tür zum Trep­pen­haus. 
  • Box 2: In Forum 2, an der Säule neben dem Müll­ei­mer. 

Unter­stüt­zung gab es auch von Frau Koel, die die Aktion in den Pau­sen laut­stark bewarb, und von den Eltern der bei­den, die beim Vor­be­rei­ten und „Prä­pa­rie­ren“ der Boxen tat­kräf­tig mit­hal­fen. 

Die Rea­li­tät: Zwi­schen Ver­ant­wor­tung und Kakao­pa­ckun­gen 

Doch wie läuft es in der Pra­xis? „Die Leh­rer finden die Idee super“, berich­ten die bei­den. Bei der Schü­ler­schaft gibt es aller­dings noch Nach­hol­be­darf. Das größte Pro­blem: Die Boxen wer­den oft mit Müll oder lee­ren Kakao­pa­ckun­gen ver­wech­selt – obwohl ein deut­li­ches Schild dar­auf hin­weist, dass nur Pfand hin­ein­ge­hört. 

Das Ergeb­nis der ers­ten Lee­rung war daher eher ernüch­ternd: Nur etwa 2 Euro kamen zusam­men, weil die Boxen fast nur mit Abfall gefüllt waren. „Mit 2 Euro kann man schließ­lich kei­nen Abschluss bezah­len“, scher­zen die bei­den, hof­fen aber auf Bes­se­rung. 

Was wir dar­aus ler­nen kön­nen 

Für Romy und Ally ist die Aktion trotz­dem eine wert­volle Erfah­rung. Sie haben gelernt, wie viel Ver­ant­wor­tung und Zeit­ma­nage­ment hin­ter so einem Pro­jekt steckt. „Das ist echt nicht ohne“, sagen sie. Das Lee­ren der Boxen und der Weg zum Pfand­au­to­ma­ten (bei K+K) muss schließ­lich in den Schul­all­tag pas­sen. 

Ein Appell an alle! 

Ob sie die Aktion wei­ter­emp­feh­len wür­den? „Teils ja, teils nein.“ Es lohnt sich nur, wenn die Mit­schü­ler und Mit­schü­le­rin­nen auch wirk­lich mit­ma­chen. 

Des­halb unser Auf­ruf an euch alle: Wenn ihr eine leere Pfand­fla­sche oder eine Dose habt, werft sie in die Boxen in Forum 1 oder 2! Es kos­tet euch nur einen Hand­griff, hilft aber dem 10. Jahr­gang, einen tol­len Abschluss zu fei­ern. Aber bitte: Kein Müll, keine Milch­kar­tons! 

Lasst uns gemein­sam dafür sor­gen, dass aus den 2 Euro bald genug für einen unver­gess­li­chen Abschluss­ball wird! 

Biotoppflege im Januar 2025: Naturschutz-AG der Realschule Bad Bentheim im Einsatz 

Auch in die­sem Win­ter hat die Natur­schutz-AG der Real­schule Bad Bent­heim wie­der tat­kräf­tig ange­packt: In den städ­ti­schen Bio­to­pen „Schlü­ters Kuhle“ und „Ruem­bült“ stand die jähr­li­che Pfle­ge­ak­tion auf dem Pro­gramm. Seit vie­len Jah­ren enga­gie­ren sich unsere Schü­le­rin­nen und Schü­ler dort für den Erhalt wert­vol­ler Lebens­räume mit­ten in der Stadt.   

 

Nist­hil­fen für Höh­len­brü­ter: rei­ni­gen, prü­fen, reparieren 

Unter der fach­kun­di­gen Lei­tung von Herrn Oppel und Herrn Höt­zel lag ein Schwer­punkt auf der War­tung der selbst ange­fer­tig­ten Nist­hil­fen. Die Nist­käs­ten sind wich­tige Brut­plätze für zahl­rei­che Höh­len­brü­ter – dar­un­ter Kohl- und Blau­mei­sen, Klei­ber, Feld­sper­linge und Rot­schwänz­chen. 

Bei der Aktion wur­den die Käs­ten gründ­lich gerei­nigt, auf ihren Zustand kon­trol­liert und bei Bedarf repa­riert oder aus­ge­tauscht, damit die Vögel auch in der kom­men­den Sai­son opti­male Nist­mög­lich­kei­ten finden.   

 

Müll besei­ti­gen – Natur schützen 

Neben der Nist­hil­fen-Pflege war auch die Müll­be­sei­ti­gung ein wich­ti­ger Teil des Ein­sat­zes. In bei­den Gebie­ten sam­melte die AG ver­schie­dene Abfälle ein, um Ver­schmut­zun­gen ent­ge­gen­zu­wir­ken und den natur­be­las­se­nen Cha­rak­ter der Bio­tope zu bewah­ren. Der gesam­melte Müll wurde anschlie­ßend vom Ser­vice­be­trieb der Stadt Bad Bent­heim fach­ge­recht ent­sorgt.   

 

Ein Bei­trag für Arten­viel­falt und Umweltbewusstsein 

Die regel­mä­ßige Bio­top­pflege zeigt Wir­kung: Die Areale gel­ten inzwi­schen als Rück­zugs­orte für hei­mi­sche Pflan­zen- und Tier­ar­ten. Gleich­zei­tig stärkt die Aktion das Umwelt­be­wusst­sein – nicht nur in der AG, son­dern auch dar­über hin­aus. Mit ihrem Ein­satz tra­gen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler aktiv dazu bei, diese öko­lo­gisch wert­vol­len Gebiete lang­fris­tig zu erhal­ten – im Inter­esse von Natur und Mensch.   

 

Die Natur­schutz-AG wird auch künf­tig wei­tere Maß­nah­men umset­zen, um „Schlü­ters Kuhle“ und den „Ruem­bült“ best­mög­lich zu schüt­zen und zu pfle­gen.   

1000 neue Bäume für die Vechteaue: Naturschutz-AG im Einsatz (21.11.2024) 

Kal­tes Wet­ter hielt unsere Natur­schutz-AG nicht davon ab, gemein­sam mit dem Sport­fi­scher­ver­ein Schüt­torf tat­kräf­tig für die Umwelt anzu­pa­cken. Im Bereich der Schul­straße in Quen­dorf wur­den an zwei Nach­mit­ta­gen rund 1000 bewur­zelte Steck­linge in die Böschung der Vechte gesetzt. Zu den gepflanz­ten Arten zäh­len hei­mi­sche Schwarz­erlen sowie Korb‑, Pur­pur- und Man­del­wei­den. 

Die Aktion ent­stand inner­halb der Gebiets­ko­ope­ra­tion Vechte und wurde von der Unte­ren Natur­schutz­be­hörde des Land­krei­ses, der Kreis­gruppe des BUND sowie dem NLWKN Meppen geplant. Für die not­wen­di­gen Arbeits­ge­räte sorgte die Natur­schutz­stif­tung. „Es war toll, mit Eimern Was­ser aus der Vechte zu holen und damit direkt am Was­ser Bäume zu pflan­zen“, berich­tete der Schü­ler Thore begeis­tert über die prak­ti­sche Erfah­rung vor Ort. 

Die AG-Lei­ter Wolf­gang Höt­zel und Wal­ter Oppel freu­ten sich über das große Enga­ge­ment der Jugend­li­chen, die durch die Arbeit die Bedeu­tung intak­ter Fluss­auen haut­nah ken­nen­ler­nen konn­ten. Diese Maß­nahme ist Teil des „BioGraf“-Projekts (Bio­top­ver­bund im Graf­schaf­ter Vechte- und Din­kel­tal) und trägt dazu bei, die Vech­te­aue lang­fris­tig viel­fäl­ti­ger zu gestal­ten. 

Auch berich­tet in den Graf­schaf­ter Nach­rich­ten: Schü­ler und Ang­ler pflan­zen 1000 Steck­linge an der Vech­te­aue. Ver­öf­fent­licht am 21.11.2024. 

Einsatz in Schlüters Kuhle: AG repariert Fledermausbunker (26.09.2024) 

Böse Über­ra­schung für unsere Natur­schutz-AG: Unbe­kannte ver­wüs­te­ten mut­wil­lig das Fle­der­maus­quar­tier in Schlü­ters Kuhle. Die Täter bra­chen die Tür offen­bar mit einer Flex auf, ris­sen Käs­ten von den Wän­den und hin­ter­lie­ßen Graf­fiti sowie Müll. Eine Anwoh­ne­rin ent­deckte den Scha­den und infor­mierte die Natur­schutz-AG. 

Unsere Schü­le­rin­nen und Schü­ler der AG han­del­ten sofort. Gemein­sam wurde das Quar­tier direkt wie­der instand gesetzt. „Das ergibt kei­nen Sinn“, kom­men­tierte Danny die Zer­stö­rung kopf­schüt­telnd. Ein wich­ti­ger Licht­blick: Fri­sche Kot­spu­ren bele­gen, dass die Fle­der­mäuse den Bun­ker trotz des Vor­falls aktiv bewoh­nen. 

Seit 41 Jah­ren pflegt die AG Bio­tope wie Schlü­ters Kuhle oder den alten Stein­bruch. Die Jugend­li­chen inves­tie­ren viel Frei­zeit und Herz­blut in die­sen prak­ti­schen Arten­schutz. Wir appel­lie­ren an alle Bür­ger, die­sen wert­vol­len Lebens­raum zu respek­tie­ren, damit die Fle­der­mäuse hier wei­ter­hin sicher behei­ma­tet blei­ben kön­nen. 

Käferburg im Schulwald: Naturschutz-AG schafft neues Mini-Biotop 

Zu einer beson­de­ren Aktion traf sich die Natur­schutz-Arbeits­ge­mein­schaft der Real­schule Bad Bent­heim vor eini­gen Tagen gemein­sam mit ihren Lehr­kräf­ten Wolf­gang Höt­zel und Wal­ter Oppel im Schul­wald in Quen­dorf: Die Gruppe errich­tete eine Käfer­burg – einen neuen Lebens­raum für Käfer und viele wei­tere Tiere, die auf Tot­holz ange­wie­sen sind.   

 

Warum eine Käfer­burg? 

In Deutsch­land gibt es rund 7000 Käfer­ar­ten – viele davon leben in und von Tot­holz. Beson­ders die Lar­ven benö­ti­gen mor­sches Holz als Ent­wick­lungs­raum. Zusam­men mit Pil­zen tra­gen sie zur Zer­set­zung des Hol­zes bei. Auch Tau­send­fü­ßer und Asseln finden dort ideale Lebens­be­din­gun­gen. Mit der Käfer­burg wird die­ses wich­tige „Bau­ma­te­rial der Natur“ gezielt genutzt, um Arten zu för­dern.   

 

Vor­be­rei­tung: Wis­sen tei­len und Aktion ankündigen 

Bevor es prak­tisch los­ging, infor­mier­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler über die Bio­lo­gie – beson­ders über den im Bent­hei­mer Wald vor­kom­men­den Hirsch­kä­fer: von der Ent­wick­lung vom Ei über die Larve bis zum fer­ti­gen Käfer bis hin zu den Ansprü­chen an sei­nen Lebens­raum. Anschlie­ßend gestal­tete die AG ein Pla­kat, um die Schul­ge­mein­schaft im Forum über die geplante Aktion zu infor­mie­ren.   

 

Der rich­tige Stand­ort ist entscheidend 

Damit die Käfer­burg gut funk­tio­niert, musste zuerst ein geeig­ne­ter Platz gefun­den wer­den: nicht in direk­ter Sonne (sonst wird es zu heiß), aber auch nicht im vol­len Schat­ten (sonst wärmt sich der Lebens­raum nicht aus­rei­chend auf). Mit dem pas­sen­den Stand­ort schafft man die bes­ten Bedin­gun­gen für Käfer­lar­ven und andere Bewoh­ner.   

 

So wurde gebaut: Holz in vie­len Varianten 

Dann ging es an die Arbeit: Ein etwa 1,70 m brei­tes und 40 cm tie­fes Loch wurde aus­ge­ho­ben und mit Holz gefüllt. Wich­tig war dabei die Viel­falt: Laub- und Nadel­holz, fri­sches und mor­sches Mate­rial, dünne Äste und dicke Stamm­stü­cke. Bis zu 1 m lange Stamm­stü­cke wur­den senk­recht auf­ge­stellt und mit Zwei­gen, Hack­schnit­zeln und Holz­mehl ergänzt.   

 

Feuch­tig­keit – der Schlüs­sel zum Erfolg 

Damit das Holz nach und nach ver­mo­dern kann, braucht es Feuch­tig­keit. Pilze, Bak­te­rien, Mikro­or­ga­nis­men sowie Asseln, Insek­ten und Lar­ven bauen das Holz lang­sam ab. Durch das teil­weise Ein­gra­ben ent­ste­hen unter­schied­li­che Ver­mo­de­rungs­sta­dien – und damit Lebens­räume für ver­schie­dene Spe­zia­lis­ten.  

Nun hof­fen alle Mit­glie­der der Natur­schutz-AG, dass die neue Käfer­burg gut ange­nom­men wird.